Häufige Fragen zu KI im Unternehmen
Kurze, belastbare Antworten auf die Fragen, die mir Geschäftsführungen und Teams am häufigsten stellen.
Stand: · keine Rechtsberatung
Ist eine KI-Schulung Pflicht?
Nein, eine Schulung schreibt das Gesetz nicht vor. Wer KI-Werkzeuge wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder DeepL beruflich nutzt, muss nach Art. 4 KI-VO Maßnahmen ergreifen, die die KI-Kompetenz der Mitarbeitenden fördern. Seit 27. Juli 2026 ausdrücklich ohne garantiertes Kompetenzniveau. Welche Maßnahme das ist, entscheidet das Unternehmen. Eine kurze, dokumentierte Schulung ist die einfachste. Ihr eigentlicher Nutzen liegt woanders: gemeinsame Regeln, weniger Fehler mit Kundendaten und ein leichterer Einstieg in die tägliche Nutzung.
Reicht eine Online-Schulung von 35 Minuten?
Für die allgemeine Nutzung von KI-Werkzeugen für Texte, Übersetzung und Recherche ist eine dokumentierte Basisschulung nach aktuellem Stand eine geeignete Maßnahme im Sinne von Art. 4. Wer KI in sensiblen Bereichen wie der Bewerberauswahl einsetzt, braucht zusätzlich eine Einweisung in das konkrete Tool (Art. 26 Abs. 2 KI-VO).
Brauchen wir ein Zertifikat?
Nein. Weder die KI-Verordnung noch die Bundesnetzagentur verlangen ein Zertifikat. Die Bundesnetzagentur kann aber nachfragen, welche Maßnahmen Sie ergriffen haben. Sie empfiehlt, Art, Inhalte, Umfang und Teilnehmende zu dokumentieren.
Droht ein Bußgeld, wenn wir nichts tun?
Art. 4 KI-VO ist in Art. 99 nicht als eigener Bußgeldtatbestand aufgeführt. Das Risiko liegt in der zivilrechtlichen Haftung bei Schäden, in Folgeverstößen mit Bußgeld (etwa DSGVO, Art. 5 und 50 KI-VO) und in der Haftung der Geschäftsführung für Organisationsmängel.
Welche Daten der Mitarbeitenden werden bei der Schulung gespeichert?
E-Mail-Adresse, Bestätigung, Zeitpunkt des Abschlusses und der Kursfortschritt, also welche Szenen und Wissensfragen erledigt sind. Kein Tracking außerhalb der Schulung, keine Auswertung von Lernzeiten pro Person, Server in der EU und ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.
Brauchen kleine und mittlere Unternehmen eine KI-Strategie?
Eine klare Entscheidung über Ziele, sinnvolle Anwendungen und Zuständigkeiten hilft auch kleinen Teams. Der Umfang sollte zum Betrieb passen. Oft genügt für den Anfang ein Potenzial-Workshop, der zeigt, wo KI messbaren Wert schafft. Eine vollständige Strategie braucht mehrere Wochen.
Was ist KI-Enablement?
Die Befähigung Ihres Teams, KI an eigenen Aufgaben sinnvoll zu nutzen. Dazu gehören Übung an echten Aufgaben, interne Ansprechpartner und erprobte Vorlagen.
Wie messen wir den Nutzen von KI?
Über die Nutzung und über ausgewählte Aufgaben, bei denen wir Bearbeitungszeit, Korrekturaufwand und Qualität vor und nach der Einführung vergleichen.
Gilt Art. 4 auch für Freelancer und Werkstudierende?
Ja. Die Pflicht, KI-Kompetenz zu fördern, umfasst neben dem eigenen Personal auch Personen, die im Auftrag des Unternehmens mit KI-Systemen arbeiten. Eine Schulung ist dafür nicht vorgeschrieben, aber der einfachste Weg.
Wie oft muss geschult werden?
Eine feste Frist gibt es nicht. Die Bundesnetzagentur beschreibt KI-Kompetenz als kontinuierlichen Prozess. Sinnvoll sind eine jährliche Auffrischung und eine Nachschulung bei neuen Tools oder Rechtsänderungen.
Wer kontrolliert die Einhaltung in Deutschland?
Seit 2. August 2026 die Bundesnetzagentur als Marktüberwachungsbehörde nach dem KI-MIG.
Dürfen wir Kundendaten in ChatGPT eingeben?
In frei verfügbare Versionen grundsätzlich nicht. Personenbezogene Daten brauchen eine Rechtsgrundlage und bei externen Diensten einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Besser: Daten anonymisieren oder ein freigegebenes Unternehmens-Tool nutzen.
Müssen KI-generierte Bilder gekennzeichnet werden?
Realistisch wirkende KI-Bilder, -Videos und -Stimmen, die echt wirken, müssen seit 2. August 2026 als künstlich erzeugt offengelegt werden (Art. 50 Abs. 4 KI-VO).
Ist ein KI-Bewerber-Tool erlaubt?
Ja, aber KI in der Bewerberauswahl gilt als Hochrisiko-KI. Ab 2. Dezember 2027 gelten dafür besondere Betreiberpflichten, darunter menschliche Aufsicht durch geschulte Personen. Entscheidungen über Absagen trifft ein Mensch (Art. 22 DSGVO).
Lassen Sie uns KI bei Ihnen einfach machen.
30 Minuten, per Video oder Telefon. Danach wissen Sie, welcher Schritt sich zuerst lohnt.
Schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Ich melde mich innerhalb eines Werktags mit Terminvorschlägen.
Nachricht schreibenOder direkt: kontakt@gregorhinzer.com